Arrhythmien / Schrittmacher

Die Abteilung für Rhythmologie ist bei der Erforschung zahlreicher interessanter Probleme auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen und kardialen Devices aktiv. Hierzu gehört vor allem die Arrhythmogene Rechtsventrikuläre Cardiomyopathie (ARVC) sowie verschiedene Aspekte der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT).

Einer der Forschungsschwerpunkte der Abteilung für Rhythmologie ist die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC). Neben einem internationalen multizentrischen Register organisiert die Gruppe, geleitet von Prof. F. Duru und Prof. C. Brunckhorst, regelmässig internationale Expertenmeetings und schreibt einen Forschungspreis aus. Erste Arbeiten zum Thema sind bereits publiziert (siehe unten) und zahlreiche weitere Veröffentlichungen in Arbeit.

Im Bereich Vorhofflimmern ist die Abteilung an zahlreichen Registern (inkl. PREFER-AF, GARFIELD) und randomisierten Multizenterstudien beteiligt (EAST). Prof. Duru arbeitet seit drei Jahren als primärer Medical Advisor an der Entwicklung einer neuen elektromagnetischen Kathetersteuerung in Kollaboration mit dem Institute of Robotics and Intelligent Systems (IRIS) der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) zusammen. Zahlreiche Ablationen in Tieren sind bereits durchgeführt worden, die erste Anwendung im Mensch ist für 2015 vorgesehen.

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Abb. 1 Primary Composite Endpoint, Echo-CRT trial. From: Ruschitzka et al., NEJM 2013

Im Bereich der kardialen Devices (Schrittmacher, Defibrilatoren, CRT) sind kürzlich die Ergebnisse der Echo-CRT Studie publiziert worden (Ruschitzka et al., NEJM 2013; Abb. 1). Diese von der Kardiologie des Universitätsspitals geführte internationale Multicenterstudie konnte zeigen, dass Patienten mit schmalem QRS Komplex und mechanischer Dyssynchronie  nicht von der CRT profitiert, und möglicherweise sogar Schaden nehmen könnte.  Daneben beschäftigt sich die Forschungsgruppe um PD Dr. Jan Steffel mit Patienten, bei denen die CRT zu einem besser als erwarteten Effekt auf die Herzleistung geführt hat (sog. „Super-Responder"; siehe unten).  Zahlreiche weitere Arbeiten sind zu diesem Thema gegenwärtig in Arbeit, welche zum Teil in Kollaboration mit der Abteilung für Rhythmologie der Universität Leipzig (Prof. Gerd Hindricks) durchgeführt werden.


 

Publikationen
  • Ruschitzka F, Abraham WT, Singh JP, Bax JJ, Borer JS, Brugada J, Dickstein K, Ford I, Gorcsan J 3rd, Gras D, Krum H, Sogaard P, Holzmeister J; EchoCRT Study Group.: Cardiac-resynchronization therapy in heart failure with a narrow QRS complex.  N Engl J Med. 2013 Oct 10;369(15):1395-405.
  • Saguner AM, Ganahl S, Baldinger SH, Kraus A, Medeiros-Domingo A, Nordbeck S, Saguner AR, Mueller-Burri AS, Haegeli LM, Wolber T, Steffel J, Krasniqi N, Delacrétaz E, Lüscher TF, Held L, Brunckhorst CB, Duru F. (2014): Usefulness of electrocardiographic parameters for risk prediction in arrhythmogenic right ventricular dysplasia. Am J Cardiol. 2014 May 15;113(10):1728-34.
  • Steffel J, Ruschitzka F. (2014): Superresponse to cardiac resynchronization therapy. Circulation. 2014 Jul 1;130(1):87-90.
Letzte Aktualisierung: 08.09.2016 | Verantwortlich:
PD Dr. med. Jan Steffel