Kammertachykardien

Die Häufigkeit von Rhythmusstörungen aus den Herzhauptkammer nimmt ebenfalls aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der besseren medikamentösen Therapien zu – besonders bei Patienten nach Herzinfarkt sowie schwer eingeschränkter Pumpfunktion. Beim Versagen einer medikamentösen Therapie kommt auch hier die Katheterablation zum Einsatz. Bei jungen Patienten ohne strukturelle Herzveränderung findet die Katheterablation zunehmend primär Verwendung, da diese nicht lebenslang Medikamente einnehmen möchten oder diese mit Nebenwirkungen assoziiert sind. Die Katheterablation von Kammertachykardien wird vorwiegend von endovaskulär („von innen") durchgeführt (Abbildung 3), kann jedoch auch von epikardial notwendig sein. Hierbei wird der Herzbeutel von aussen unter dem Brustbein angestochen, und die Katheter im Herzbeutel navigiert.

Abbildung 3. Verödung einer Kammertachykardie aus der linken Herzkammer (lila) «von innen» (endokardial) bei einem Patienten mit Herzmuskelschwäche (Ansicht von vorne). Der linke Vorhof ist grün dargestellt. Das 3-dimensionale Mapping ist mit dem CT des linken Ventrikels und linken Vorhofs überlagert (CARTO merge). Die roten und grün-blauen Areale stellen die Narbe dar, aus der die Kammertachykardien kommen. Rot/rosa sind die Verödungs (Ablations)punkte markiert.


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