Computertomographie Angiographie CT

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CT Angiographie der Pulmonalarterien mit dual-energy mit 19 ml Kontrastmittel.

​Die Computertomographie (CT)-Angiographie machte rasante Fortschritte und ist mittlerweile ein fester Bestandteil der kardiovaskulären Diagnostik. Dies liegt primär an ihrer hohen diagnostischen Genauigkeit, gepaart mit der grossen Robustheit und Reproduzierbarkeit.

 

Auch bei der Reduzierung der Strahlendosis konnten beträchtliche Fortschritte erzielt werden. So können mit modernsten Geräten wie dem Dual-Source 192-Zeilen CT SOMATOM Force die Koronarien mit einer Dosis von unter 1 mSv dargestellt werden (1).

Auch dynamische CT-Angiographien des Herzens, wie sie für die Beurteilung des Erfolges eines interventionellen Verschlusses des linken Vorhofohrs erforderlich sind (2), oder CT Untersuchungen nach interventioneller Reparatur der Mitralklappe (3) gelingen heute mit einer sehr geringen Strahlendosis.

Im letzten Jahr fokussierte die klinische Forschung auf die sogenannte „nierenfreundliche" CT-Angiographie, bei welcher nur geringe Mengen jodhaltigen Kontrastmittels verwendet werden. Hier macht man sich das spezifische Schwächungsverhalten von Jod in Abhängigkeit von der Energie der Röntgenstrahlung zu Nutze.

 So werden heute für eine CT-Pulmonalisangiographie zur Diagnose der Lungenembolie lediglich ca. 20 ml Kontrastmittel appliziert und eine EKG-getriggerte CT-Angiographie der Aorta für die Planung einer TAVI (Transcatheter Aortic Valve Implantation) oder einer endovaskulären Intervention wird heute mit nur 30 ml Kontrastmittel durchgeführt.

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​Aufgrund der Häufigkeit der Niereninsuffizienz bei den für TAVI und endoaortale Prozeduren zu qualifizierenden Patienten ist diese Reduktion der Kontrastmittelmenge ein grosser Vorteil.

Eine prä-interventionelle exakte Darstellung der Anatomie ist essentiell zur Planung von TAVI Interventionen. Mittels CT lassen sich der Aortenanulus sowie der Abstand zwischen Koronarostien und Anulusebene mit hoher Genauigkeit messen, was entscheidend für die Wahl der richtigen Prothesengrösse ist. Zudem erlaubt die CT eine genaue Darstellung und Quantifizierung des Durchmessers der Beckengefässe zur Planung des Zuganges (femoral vs. transapikal).

CT Angiographie der Aorta nach endovaskulärem Stentgrafting mit nur 21 ml Kontrastmittel.


 

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Publikationen

Publikationen

1. Morsbach F, Gordic S, Desbiolles L, et al. Performance of turbo high-pitch dual-source CT for coronary CT angiography: first ex vivo and patient experience. European radiology. 2014;24(8):1889-95.
2. Jaguszewski M, Manes C, Puippe G, et al. Cardiac CT and echocardiographic evaluation of peri-device flow after percutaneous left atrial appendage closure using the AMPLATZER cardiac plug device. Catheterization and cardiovascular interventions : official journal of the Society for Cardiac Angiography & Interventions. 2015;85(2):306-12.
3. Sundermann SH, Gordic S, Manka R, et al. Computed tomography for planning and postoperative imaging of transvenous mitral annuloplasty: first experience in an animal model. The international journal of cardiovascular imaging. 2015;31(1):135-42.


 

Letzte Aktualisierung: 13.06.2017 | Verantwortlich:
Prof. Dr. med. Hatem Alkadhi