Echokardiographie

Im Jahr 2014 hat die Zahl der Echokardiographien gegenüber dem Vorjahr wiederum zugenommen; das Team von Prof. Felix C. Tanner hat insgesamt 11'336 Untersuchungen durchgeführt. Dabei handelte es sich um transthorakale und transösophageale Echokardiographien, Stress-Echos (Dobutamin, Fahrrad, Laufband) und die echokardiographische Begleitung von Eingriffen im Hybrid-Operationssaal.

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Prof. Dr. med. Felix C. Tanner (links) und Dr. med. Elena Osto bei der echokardiographischen Untersuchung eines Patienten.

Wegen dieser anhaltenden Entwicklung wurde der konsequenten Qualitätskontrolle eine noch grössere Bedeutung zugemessen. Neben den täglichen Fall-basierten Diskussionen sind wöchentlich stattfindende Fallvorstellungen in den klinischen Routinebetrieb eingebettet. Die aktuellen internationalen Guidelines werden in der ebenfalls wöchentlich durchgeführten Literaturbesprechung speziell berücksichtigt. In die ärztliche Weiterbildung fliessen die Guidelines auch über eine Sammlung von Normwerten ein, welche den Assistenzärzten zur Verfügung gestellt wird. In Zusammenarbeit mit Prof. Michel Zuber und Prof. Paul Erne wird diese Sammlung nun auch in gedruckter Form als Pocket-Guidelines an interessierte Kollegen in der Praxis abgegeben. In praktischer Hinsicht wurde die ärztliche Weiterbildung durch die Arbeit an einem Echokardiographie-Phantom ergänzt, welches im Simulationszentrum des UniversitätsSpitals Zürich zur Verfügung steht. Das ärztliche Personal wird durch die drei Sonographeurinnen Daniela Cassani, Jana Kunst und Vreni Widmer tatkräftig unterstützt; ohne diese erfahrenen Mitarbeiterinnen könnte die ständig wachsende Zahl an echokardiographischen Untersuchungen nicht bewältigt werden.

Neben der klinischen Arbeit konnten mehrere Publikationen in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Das Highlight des Jahres war unsere Arbeit über die prognostische Bedeutung von verschiedenen echokardiographischen Parametern in Patienten mit ARVC (arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie/Dysplasie), die im Circulation Cardiovascular Imaging erschienen ist. Daneben wurden Arbeiten zur verbesserten Quantifizierung der Aortenstenose vor perkutanem Aortenklappenersatz (TAVI) sowie zur verbesserten Quantifizierung der Mitralinsuffizienz nach perkutaner Mitraklappenrekonstruktion (MitraClip) publiziert.