Kardiale Bildgebung

Die kardiale Bildgebung ist im stetigen Wandel, wobei es entscheidend ist die optimale Bildgebungstechnik für die entsprechenden Fragestellungen einzusetzen. Dabei hat man die Wahl zwischen funktionellen als auch statischen Darstellungen, ausserdem zwischen Techniken die auf Ultraschall, Magnetresonanz und Röntgenstrahlung basieren. Jede Anwendung bietet spezifische Vorteile.

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Kardiale Bildgebung mittels CT (A), Hybrid-Untersuchung (hier Kombination aus CT und PET) (B) und Herz-MRI (C) bei verschiedenen Patienten. 

Modalität Indikation, Vorteile Nachteile, Kontraindikationen
SPECT Diagnostische und prognostische Genauigkeit. Lange Erfahrung. Kurze Scanzeit. Strahlenbelastung (3-9 mSv)
PET Sehr hohe diagnostische Genauigkeit. Ischämie und Mikrozirkulationsstörung (NH3) sowie Vitalitätsabklärung (FDG). Strahlenbelastung (2-4 mSv)
Herz-CT

Ausschluss KHK < 65 Jahre. Strahlenbelastung nur 0.6 mSv.
Hybriddiagnostik mit PET und SPECT möglich.

Nicht bei Arrhythmien (Vorhofflimmern), Kontrastmittelallergie oder Niereninsuffizienz. Wenig geeignet bei bekannten schweren Koronarverkalkungen
Herz-MRI Hohe diagnostische Genauigkeit bezüglich Ischämie und Vitalität (Late enhancement). Keine Strahlenbelastung. Hybriddiagnostik mit PET möglich. Kontraindiziert bei Klaustrophobie, gewissen Metallimplantaten, und nicht MRI-gängigenDevices sowie bei schwerer Niereninsuffizienz.
Stress-Echo Hohe diagnostische Genauigkeit, grosse diagnostische und prognostische Erfahrung. Keine Strahlenbelastung.

Ungeeignet bei Adipositas (Schallqualität). Untersucherabhängig.