Minimal invasive Mitralklappenoperation

​Diese Art der Operation hat sich seit den 90er Jahren in vielen spezialisierten Zentren weltweit durchgesetzt, weil sie gleiche oder sogar bessere Ergebnisse erzielt hat als die konventionelle Chirurgie mit dem Zugang durch das Burstbein.

In unserem Institut wird ein ca. 6-8cm kleiner Schnitt an der rechten seitlichen Brustwand durchgeführt und video-assistiert die Herzklappe rekonstruiert (bis zu 89%) oder ersetzt (11%). Die Herz-Lungen-Maschine wird dabei an der rechten Leiste angeschlossen entweder durch einen 1cm kleinen Schnitt mittels Punktion oder durch einen 3cm kleinen Schnitt offen präpariert.

Durch diesen Zugang können jegliche Veränderungen der Mitralklappe operiert werden und der Chirurg hat sogar eine noch bessere Sicht als vom Burstkorb her kommend, weil er von der Seite direkt auf die Klappe schauen kann. Zusätzlich zur Mitralklappe kann auch die Tricuspidalklappe operiert und eine Radiofrequenz-Ablation der Vorhöfe durchgeführt werden um ein Vorhofflimmern zu behandeln.

Der Vorteil des minimal invasiven Zugangs ist, dass sich die Patienten schneller erholen können: Sie werden kürzer beatmet, schneller von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt und die Mobilisation gestaltet sich einfacher mit dem kleinen Schnitt. Die Schmerzen sind auch geringer. Bluttransfusionen müssen auch weniger verabreicht werden.

In unserem Institut haben wir in den letzten Jahren bereits 500 Patienten durch diesen Zugang operiert mit international vergleichbar guten Kurz- und Langzeit-Ergebnissen (1,2,3,4). Die rekonstruierten Klappen zeigen eine bis zu 94%-ige Dichtigkeits-Rate in den ersten 5 Jahren ohne die Notwendigkeit einer erneuten Operation.

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Stationäre Anmeldung Herz- und Gefässchirurgie
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