Herzinsuffizienz

Die Häufigkeit der Herzinsuffizienz (Herzschwäche) als Endstadium sämtlicher kardialer Erkrankungen hat in den letzten Jahren beeindruckend zugenommen, was sich auch in einem deutlichen Anstieg der Konsultationen der spezialärztlichen Herzinsuffizienz-Sprechstunde der Klinik für Kardiologie, sowie in der Anzahl an Herzunterstützungssystemen und Herztransplantationen (Abb. 1) niedergeschlagen hat.

Die Ursachen dafür sind vielfältig; wichtige Faktoren sind die Alterung der Gesellschaft, die Häufigkeit der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) und die hohen Überlebensraten nach Herzinfarkt. Sowohl eine langjährige Hypertonie (vor allem, wenn sie schlecht eingestellt ist) als auch ein Herzinfarkt führen zu einer anhaltenden Einschränkung der Herz-Funktion und damit letztlich zur Herzinsuffizienz. Neben der Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Auswurffraktion gibt es auch eine Herzschwäche mit erhaltener Auswurffraktion, welche ebenfalls häufig auftritt.

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Abb. 1 Anzahl Herztransplantationen in der Schweiz. Stand: 31.12.2014.

Pharmakotherapie und Schrittmacher

Obschon die medikamentöse Therapie mit Hemmern der Angiotensinbildung oder -wirkung (ACE-Hemmer, AT2- Rezeptorantagonisten), Betablockern und Aldosteronantagonisten in den letzten Jahrzehnten diesen Patienten ein längeres Überleben und eine bessere Lebensqualität ermöglicht hat, enden nach wie vor viele Patienten in einer nicht mehr therapierbaren Herzinsuffizienz, für die die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten heute noch stark begrenzt sind.

Eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit stellt heute die kardiale Resynchronisationstherapie mit Hilfe von Herzschrittmachern sowie eine Verhinderung des plötzlichen Herztodes durch implantierbare Defibrillatoren, dar. Die Kardiologie des UniversitätsSpitals hat sich in diesem Bereich zu einem international führenden Zentrum entwickelt: Nicht nur wurden am hier schweizweit die meisten biventrikulären Schrittmacher implantiert, Zürich war auch führendes Zentrum der bisher grössten internationalen Studie in diesem Bereich (Echo CRT; Ruschitzka et. al. N Engl J Med. 2013 Oct 10;369(15):1395-405).

Die Listung und «Ventricular Assist Devices»

Vor der Listung der Patienten und der Meldung an die Koordinationsstelle Swisstransplant in Bern werden die Befunde im Beisein des Patienten zusammen mit Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen (Herzchirurgen, Herzanästhesisten, der Transplantationskoordination des USZ und den Kardiologen) diskutiert. Die Herztransplantation stellt damit kein Notfalleingriff dar. Bei Patienten mit schwerem Low-Output (Pumpversagen) kommt aber nicht selten ein mechanisches Unterstützungssystem (Ventricular Assist Device, VAD) zur Überbrückung der Zeit bis zur Herztransplantation zum Einsatz. Es hat sich gezeigt, dass sich unter Einsatz dieser Pumpen der anfänglich erhöhte Lungengefässwiderstand reduzieren lässt.

Heart Team
​Prof. Dr. med. Frank Ruschitzka​Prof. Dr. med. Markus Wilhelm

​Dr. med. Stefano Benussi


PD Dr. med. Frank Enseleit

PD Dr. med. Andreas Flammer

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